Berliner Kongresse - Quintessenz Verlag

28. Berliner Zahnärztetag

"Endodontie und mehr"

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Michael Hülsmann
Freitag, 28.02.2014
09:00-12:00
Themen im Workshop:

• Was ändert sich mit der 5. Instrumentengeneration bei der maschinellen Aufbereitung.

• Sicherer Gleitpfad mit weniger Instrumenten - der Schlüssel zum Erfolg bei der maschinellen Aufbereitung

• Längenmessung: wie lässt sich die Aufbereitungs- und Fülllänge auf 0,25mm genau ermitteln.

• Desinfektion des Kanalsystems: einfach und sicher

• Hohe Erfolgsraten auch in der Allgemeinpraxis durch gezielte Fallselektion und Überweisung

• Praktische Demonstrationen am Operationsmikroskop

• Gelegenheit für Tests und Übungen mit Protaper next (Maillefer) an Kunststoffmodellen oder extrahierten Zähnen, die Sie bitte selbst mitbringen. (Zugangskavität vorher freilegen, Austrocknung vermeiden, keine Weisheitszähne)
09:00-12:00
Die im Workshop geübten, strukturierten Arbeitsabläufe neuer endodontischer Aufbereitungs- und Füllmethoden können in Ihrer Praxis sofort umgesetzt werden.
Machen Sie die Endodontie mit einfachen Neuerungen zu einem erfolgreichen, wirtschaftlichen Pfeiler Ihrer Praxis. Vortrag und Workshop mit Abrechnungshinweisen.
09:00-12:00
Der Weg in die Niederlassung

Praxisgründungen sind erfolgreich, wenn sie gut vorbereitet sowie adäquat finanziert gegründet sind und der Gründer auf
Dauer zahnärztliche und wirtschaftliche Kompetenz miteinander verbinden kann.

In diesem Vortrag wird zunächst dargestellt, wie mit Hilfe des Gründerplanrads® die wirtschaftlichen Herausforderungen eines
Praxisangebotes eingeschätzt werden können und so leichter den Weg zu der richtigen Praxis und Praxisausstattung gefunden werden kann.
Dabei werden unter den nachfolgenden Fragestellungen die steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Aspekte der Praxisgründung behandelt.

"Welche finanziellen und wirtschaftlichen Herausforderungen
stehen hinter den einzelnen Angeboten?"
"Wie viel Praxiseinnahmen müssen Sie pro Stunde erzielen,
um alle Kosten und Ihren Lebensunterhalt abzudecken?"
"Wie kann ich meine Steuern mindern?"
"Welchen Aufzeichnungs- und Deklarationspflichten muss ich von Anfang an
nachkommen?"
"Welche Praxisform ist für Sie die Richtige?"
"Was müssen Sie bei Ihren Verträgen beachten?"
"Wie setzt sich der Praxiswert zusammen?"
"Neugründung oder Übernahme?"
"Was müssen Sie bei der Praxisfinanzierung beachten?"
"Wie steuern Sie den Erfolg Ihrer Praxis?"

Schließlich wird noch skizziert, wie man nach der Gründung durch Verknüpfung von Daten aus der Finanzbuchhaltung, Praxissoftware,
Gründungsplanrad® und Benchmarks von Anfang an den Durchblick bei seinen Zahlen behält. Und das ohne jeglichen zusätzlichen
Aufwand an Zeit, Geld oder zusätzliche Technik.
Eröffnung, Prof. Dr. Michael Hülsmann
13:00-13:30
Prof. Dr. Michael Hülsmann, Dr. Wolfgang Schmiedel, Dr. Jörg-Peter Husemann, Johannes W. Wolters
Eröffnung
Anamnese und Diagnostik
13:30-14:45
In einigen Fällen werden endodontische Behandlungen nicht primär vom Erfolg begleitet. Im geschilderten Fall wurden die endodontischen und endochirurgischen Behandlungsmaßnahmen wiederholt durchgeführt und der Zahnersatz erneuert. Verdachtsdiagnosen wie die einer Osteomyelitis oder einer Schmerzstörung standen im Raum. Schlussendlich blieben immer noch Beschwerden an dem behandelten Zahn zurück. Diese Fallgeschichte bietet Überlegungsmöglichkeiten zum Thema Diagnostik, zur Indikationsstellung und zur kritischen Beurteilung von zahnärztlichen Maßnahmen, wie sie auch allgemein bei anderen endodontischen Behandlungsfällen eine Rolle spielen.
14:45-15:30
Pause und Besuch der Dentalausstellung
15:30-16:30
Demographische Erhebungen zeigen, dass in den industrialisierten Staaten der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung rapide zunimmt. Dies hat zur Folge, dass mit einer steigenden Zahl von Patienten mit chronischen Erkrankungen zu rechnen ist. Die endodontische Therapie muss an die gesundheitlichen Störungen jedes einzelnen Patienten genau angepasst werden. Aus der Unterlassung dieser Modifikationen in der endodontischen Behandlung können ernsteste Komplikationen resultieren. Für die tägliche Praxis sind daher grundlegende Kenntnisse über die Besonderheiten der zahnärztlichen Behandlung von gesundheitlich gefährdeten Patienten absolut unerlässlich!
Im Rahmen des Vortrages wird auf die zuvor präsentierten Fallberichte eingegangen und anhand der jeweiligen Krankengeschichten diskutiert, welche Modifikationen der endodontischen Therapie bei den jeweiligen Allgemeinerkrankungen indiziert sind.
16:30-17:30
Die dentale Volumentomographie (DVT) hat aufgrund der mittlerweile zu erzielenden hohen Ortsauflösung seit geraumer Zeit Einzug in viele Praxen mit endodontischem Behandlungsschwerpunkt gehalten.

Die dreidimensionale Darstellung von Hartgeweben verbessert die präoperative Diagnostik, erleichtert besonders in komplexen Behandlungsfällen und bei Zähnen mit ungewöhnlicher Anatomie die Behandlungsplanung und ermöglicht eine genauere und aussagekräftigere Verlaufskontrolle.

Der Vortrag zeigt anhand von zwei Behandlungsfällen den Nutzen einer hochauflösenden dreidimensionalen Röntgendiagnostik in der täglichen endodontischen Praxis.
17:30-22:00
Dr. Wolfgang Schmiedel
Verleihung der Ewald-Harndt-Medaille, im Anschluss Get Together bis ca. 22 Uhr
Samstag, 01.03.2014
Therapie
09:00-09:45
Die Gestaltung der Trepanationsöffnung und der Trepanationskavität wird in ihrer Bedeutung für den weiteren Verlauf und für den Erfolg einer endodontischen Therapie oftmals unterschätzt.
Wird das Kanalsystem zu Beginn einer Therapie nicht korrekt und nicht ausreichend dargestellt, lassen sich häufig nicht alle Anteile des Kanalsystems erkennen und bearbeiten. Zusätzliche Schwierigeiten, wie z.B. Isthmen oder ungewöhnliche Konfigurationen des Kanalsystems werden übersehen und können zum Misserfolg der Therapie führen. Auch iatrogene Verblockungen und mögliche Instrumentenfrakturen lassen sich durch eine korrekte Gestaltung der Zugangskavität vermeiden.
Anhand von Beispielen sollen die häufigsten Fehlerquellen bei der Trepanation und ihre mögliche Vermeidung aufgezeigt werden.
09:45-10:45
Die maschinelle Formgebung von Wurzelkanälen mit nur einer einzigen NiTi Feile hat die Wurzelkanalbehandlung stark vereinfacht, und zugleich schneller und sicherer gemacht. Anhand klinischer Fälle sollen jedoch die Beschränkungen dieser Aufbereitungstechnik illustriert werden, so dass der Zuhörer versteht seine Strategie der jeweiligen klinischen Situation anzupassen, um einen vorhersagbaren endodontischen Behandlungserfolg sicherzustellen.

Die ehemals undenkbare Wurzelkanalerweiterung mit nur einer Feile hat mit der Einführung von Reciproc und WaveOne Einzug in die Endodontie gefunden und sich dort gut etablieren können. Die alternierende Bewegung der Nickel-Titanfeilen führt bei den "Einfeilensystemen" beispielsweise zu einer kürzeren Aufbereitungszeit und einem besseren Formerhalt der Kanalgeometrie als es mit rotierenden Instrumentensystemen der Fall ist. Auch konnte die Wahrscheinlichkeit von Instrumentenfrakturen mit den genannten Systemen reduziert werden.
Bei allen beschriebenen Vorteilen erfordern die "Einfeilensysteme" dennoch nicht nur eine sorgfältige elektrometrische Längenbestimmung vor Beginn der definitiven Kanalerweiterung, sondern auch Sorgfalt bei der Fallauswahl und Anwendung beim Patienten.
10:45-11:30
Pause und Besuch der Dentalausstellung
11:30-12:30
Während für den Bereich der Wurzelkanalaufbereitung weitestgehend Einigung herrscht, wie die wissenschaftlich geforderten Behandlungsziele erreicht werden können, fehlt - und das seit vielen Jahrzehnten - ein solch allgemeingültiges universelles Konzept, die Wurzelkanalfüllung betreffend.
Die allgegenwärtige, aber bis heute nicht schlüssig beantwortete Frage, ob kalte oder warme Obturationsverfahren die beste Wahl darstellen, ist nur die Spitze des sprichwörtlichen Eisberges namens "Fehlende Evidenz für den Bereich der Wurzelkanalfüllung", da die prinzipielle Überlegenheit einer bestimmten Vorgehensweise bis dato nicht erbracht werden konnte.
Der Vortrag stellt gegenüber und hinterfragt vorbehaltlos Verfahren, Methoden und Materialien zur Wurzelkanalfüllung und gibt Denkanstöße zum kritischen Umgang mit der Materie im Praxisalltag.
12:30-13:30
Pause und Besuch der Dentalausstellung
13:30-14:30
Die restaurative Versorgung wurzelkanalbehandelter Zähne hat in den letzten Jahrzehnten grundlegende Änderungen erfahren. Sowohl im Wurzelkanal als auch im koronalen Bereich dominieren heutzutage metallfreie Werkstoffe die idealerweise über einen adhäsiven Verbund zur verbliebenen Hartsubstanz eine Restabilisierung des Zahnes herbeiführen sollen. Eine Vielzahl an Publikationen während der letzten zwei Dekaden zeigt, dass das Thema von hoher wissenschaftlicher Relevanz ist. Auf manche anfängliche Euphorie folgte Ernüchterung, auf der anderen Seite fügten sich kleine Mosaiksteinchen zu Therapiekonzepten zusammen.
Probleme
14:30-15:00
Kleinere Zwischenfälle bei der Wurzelkanalspülung sind in der täglichen Praxis nicht ungewöhnlich. In der endodontischen Literatur finden sich jedoch einige Berichte über äußerst unangenehme Zwischenfälle und schwere Komplikationen. Die meisten Fallberichte liegen über Zwischenfälle mit Natriumhypochlorit vor, da es einerseits die am häufigsten verwendete Spüllösung ist und da es andererseits eine gute, eigentlich erwünschte gewebeauflösende Wirkung besitzt. In diesem Vortrag sollen mögliche Komplikationen von Spülzwischenfällen anhand dieser Fallberichte aufgezeigt werden. Die empfohlenen Therapiemaßnahmen im Falle eines Zwischenfalls werden vorgestellt. Ebenso werden präventive Maßnahmen gezeigt, die Zwischenfälle bei der Wurzelkanalspülung verhindern sollen.
15:00-15:30
Pause und Besuch der Dentalausstellung
15:30-16:30
Der mesiobukkale 2. Kanal im oberen Molaren stellt oft eine diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Kaum ein Kollege hat sich bei Wurzelkanalbehandlungen noch nie eine der folgenden Fragen gestellt: "War kein mbII da oder habe ich ihn nur nicht gefunden?" oder: "Es war doch ein Kanaleingang da, wieso konnte ich den mbII nicht / nicht vollständig aufbereiten?" oder auch: "Sowohl mbI als auch mbII habe ich aufbereitet, wieso heilt die apikale Läsion trotzdem nicht?"
Dieser Vortrag soll anhand von Literatur Grundlagen der Anatomie vertiefen und mittels vieler klinischer Beispiele aufzeigen, wie man dem mbII seine oft trickreichen anatomischen Geheimnisse entlocken und ihn daraufhin klinisch erfolgreich managen kann.
16:30-17:30
Zu jedem Zeitpunkt der chemomechanischen Aufbereitung komplexer Wurzelkanalsysteme kann es zu einer Fraktur eines Wurzelkanalinstruments kommen. Es werden die Fakten zum Auftreten und den tatsächlichen Folgen von Fragmenten vorgestellt. Ob Fragmente entfernt werden müssen und wie dies unter Einsatz moderner Hilfsmittel in der Endodontie möglich ist, wird exemplarisch an Einzelfällen demonstriert und diskutiert. Die einzelnen Verfahren werden indikationsbezogen vorgestellt.
Um das Risiko einer Instrumentenfraktur zu vermeiden, muss man die Ursachen kennen. Auf der Grundlage der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse werden diese Tatsachen den Möglichkeiten zur Vermeidung von Frakturen gegenübergestellt.
Ort:
Estrel Convention Center
Sonnenallee 225
12057 Berlin
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